Sexpraktiken

Pegging die Sex-Praktik

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Mellina Canham
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Mellina Canham
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Pegging ist eine Sex-Praktik, die viele vielleicht eher aus Pornos kennen. Was dahinter steckt und wer hier wen verwöhnt, erfahrt ihr hier. Denn beim Pegging werden die Rollen vertauscht

Pegging ist eine spezielle Sexpraktik, die für einige Paare einen ganz besonderen Reiz ausübt. Denn beim Pegging werden die Rollen vertauscht. Sprich: Die Frau penetriert den Mann. Da das naturgegeben nicht möglich ist, behilft sie sich mit einem Strap-on, sie verwendet also einen Umschnalldildo. Damit wird er dann anal penetriert.

Was ist das Spannende am Pegging?

Der Reiz liegt hier ganz klar an den vertauschten Rollen. Denn beim gängigen Hetero-Sex penetriert ja meistens der Mann. Er dringt vaginal oder anal in sie ein und sorgt so für Stimulation. Die Frau hat den empfangenden und somit eher passiven Part.

Beim Pegging kann man sich in die Rolle seines Partners bzw. seiner Partnerin reindenken und fühlen. Die Frau schnallt sich einen künstlichen Penis um und der Mann übernimmt den empfangenden Part. Das kann durchaus stimulierend für beide Seiten sein.

Aber nicht nur in Sachen Kopfkino kommen Paare beim Pegging auf ihre Kosten. Auch körperlich kann die Praktik des Pegging für den Mann sehr erregend sein. Denn im Bereich des männlichen Anus befinden sich viele sehr sensible Punkte, Stichwort G-Punkt des Mannes alias Prostata.

Worauf sollte man beim Pegging als Neuling achten?

Bei aller (Vor-)Freude über die neue Sex-Praktik gibt es auch ein paar Fallen beim Pegging. Wer noch nie Analsex hatte, der sollte beim ersten Mal dementsprechend langsam und umsichtig vorgehen. Viele Heteromänner haben vermutlich noch keine Erfahrung mit der analen Penetration gemacht.

Vielleicht empfand der ein oder andere in der Vergangenheit Spaß und Freude beim Fingern, also einer Prostatamassage oder bei der analen Stimulation mit einem Sextoy. Mit einem Umschnalldildo gestoßen zu werden ist aber noch mal eine völlig neue Erfahrung.

Bei einem Strap-on Dildo sollte deshalb, wie bei einem Analvibrator, Analplug oder einem normalen Dildo, unbedingt darauf geachtet werden, den Anus vorsichtig und langsam zu dehnen, bevor es zur Sache geht.

Wichtig beim Pegging: Sauberkeit, Gleitgel und Vertrauen

Natürlich ist auch eine gewisse Hygiene (wie immer bei Analsex) wichtig für diese Sexpraktik. Dafür ist nicht unbedingt ein Einlauf nötig, aber eine vorherige Darmentleerung und die Gewissheit, dass man untenrum sauber ist, sollte selbstverständlich sein.

Ebenso wichtig: Gleitmittel. Viel hilft in dem Fall viel. Es gibt spezielles Anal-Gleitgel. Das ist so wichtig, weil der Darm im Gegensatz zur Vagina keine Gleitflüssigkeit absondert. Kein Gleitmittel zu verwenden ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu Verletzungen führen. Deshalb: Nutzt es und spart nicht daran!

Das Wichtigste aber bleibt natürlich: gegenseitiges Vertrauen. Ohne das geht Pegging nämlich auch nicht.

Pegging: Alles eine Frage der Übung

Ob der sexy Rollentausch des Pegging für einen funktioniert und beiderseitig für Erregung und Spaß sorgt, muss jeder für sich austesten. Sicherlich ist eine Penetration für sie mit einem künstlichen Umschnall-Penis anders als für einen Mann mit einem natürlichen Penis.

Und auch der Mann muss sich sicherlich erstmal daran gewöhnen, der empfangende Part zu sein. Er gibt die Kontrolle an seine Partnerin ab und übernimmt den passiven Part. Beim Pegging spielt deshalb der Kopf ganz sicher auch eine große Rolle. Aber schon allein aus feministischer Sicht ist die Sex-Praktik Pegging ein durchaus interessantes Experiment.

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